Tagebucheintrag eines Lakotas



Hallo meine Lieben, ich bin Isola und verbringe schon mein ganzes Leben bei meinem Herrchen Manfred Komac in St. Andrä Wördern. Im Sommer trainieren wir mit einem Trainingswagen, aber im Winter geht’s dann richtig los und wir können unserer größten Leidenschaft, dem Schlittenrennen, nachgehen.

Das war nur die Vorgeschichte, denn ich möchte euch gerne einen Auszug aus meinem heutigen Tag erzählen.

Heute, der 20.09.2016, war wieder einmal ein spannender Tag für mein Rudel und mich: Wir bekamen Besuch von einer Schulklasse aus Sieghartskirchen, wie mein Herrchen uns am Morgen verriet.

Ich habe einen ausgezeichneten Geruchssinn, denn noch lange bevor die Menschen unser Revier betraten, konnte ich sie schon riechen. Als Chef trage ich die Verantwortung für mein Rudel und muss natürlich sofort Alarm schlagen und ankündigen, dass jemand unseren Garten betreten will. Mit mir heulte schließlich das gesamte Rudel! (Bellen können wir nämlich nicht so gut.) Die meisten Kinder denken immer, wir wären Wölfe, …dabei sind wir doch ganz liebe Huskys!

Aber so ganz Unrecht haben sie nicht. Es ist nämlich nachgewiesen, dass der Haushund vom Wolf abstammt und diese Verwandtschaft zeigt sich bei einigen Hunderassen, wie eben auch bei uns, den Siberian Huskys, recht deutlich. Der spitze Fang, die spitzen Stehohren und der quadratische Körper sind Anzeichen dafür. Seit 3 Wochen haben wir ein neues Mitglied im Rudel, Matagi, ein Husky-Schäferhund Mischling, der eine gewisse äußerliche Ähnlichkeit zum Wolf zeigt.

Als die Menschen unser Revier betreten haben, warteten wir noch geduldig in unseren Stallungen. Alle steckten ungeduldig ihre Nasen durch die Gitter- wir konnten sie riechen, aber leider noch nicht sehen. Voller Freude und Erwartung warteten wir bis die Türen geöffnet wurden.

Du musst wissen, es ist immer wieder ein Highlight, wenn uns eine Schulklasse besuchen kommt. Wir werden gestreichelt, geschmust, geputzt und gestriegelt – hach,….was gibt es Schöneres?
Die kleinen Menschen strahlen bis über beide Ohren und sind sehr liebevoll und sanft zu uns.
Mein gesamtes Rudel genießt das sehr!!

Zwischendurch erklärt unser Herrchen den kleinen Menschen typische Verhaltensweisen und gibt ihnen Tipps für den richtigen Umgang mit uns.

Während des ausgiebigen Kennenlernens suchen wir uns unseren Lieblingsmenschen aus.
Ja, du hast richtig gehört, die kleinen Menschen denken, sie würden sich uns aussuchen, dabei ist es genau anders rum. Wir haben einen starken Willen, und wissen, dass wir unwiderstehlich süß sind. Genauso beim Spazieren gehen: WIR gehen mit ihnen spazieren, nicht umgekehrt!

So machten wir uns auf den Weg über Dämme und durch Wälder zum Yachthafen nach St. Andrä Wördern. Die meisten von uns waren noch nicht einmal aufgewärmt, aber die kleinen Menschen brauchten eine Pause und auch wir wurden getränkt und versorgt.

Mein Rudel und ich beobachteten die kleinen Menschen beim Fußballspielen, Klettern und Rutschen. Sie lachten viel und kamen immer wieder zu uns zurück um uns zu streicheln.

Danach marschierten wir zurück nach Hause. So ein Waldspaziergang ist schon etwas Schönes!

Zuhause angekommen wurden wir erneut gestreichelt und liebkost. Leider mussten die kleinen Menschen dann auch schon los zum Bus.

Vielen Dank, dass ihr mein Rudel und mich besucht habt! Wiedersehen macht Freude!